Jubiläum - 10 Jahre Sunday Evening News
Jubiläum - 10 Jahre - Presseschau
Der Wissenschaftskreis Genomik und Gentechnik (WGG), (vormals Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik) kommt nun ins 26.Existenzjahr. Der WGG kommunizierte fast 16 Jahre unten anderem mit seinen Mitgliedern über die „WGG-Informationen“. Diese Informationen wurden unregelmäßig versandt und war meist anlassbezogen. Mit den Sunday Evening (SENews) sollte dies geändert werden. Ein regelmäßiger Informationsfluss, der mehr als nur WGG-Angelegenheiten aufnimmt, sollte erfolgen. Die SENews sollten Informationen zu den Geschehnissen rund um die Grüne Gentechnik, Ankündigungen von Tagungen /Kongressen, Medienberichte und relevante Publikationen enthalten. Vor 10 Jahren am Sonntagabend in der neunten Woche des Jahres 2016 wurde die erste Sunday Evening News offen als e-mail mit zahlreichen Anhängen aber wenigen links an die WGG-Mitglieder (m/w) und einige ausgewählte Politiker und Journalisten versandt.
Ausschnitt:
Sunday Evening News – WGG Woche 09-2016 (29.02. – 06.03.2016)
Sehr geehrte, liebe WGG-Mitglieder, werte Kolleginnen und Kollegen und Mitstreiter/innen,
Glyphosat: Bislang habe ich kaum Informationen zu der „heißen“ Diskussion um Glyphosat weitergegeben, obwohl Glyphosat / Roundup wie seiner Zeit Bt-Pollen und Bienen zum Aushebeln der Grünen Gentechnik genutzt wird.
Zu der Geschichte mit Glyphosat im Bier kann ich mir eine Glosse aus der Stuttgarter Zeitung nicht verkneifen. Sie ist lesenswert (pdf-file angehängt).
Zum Nachweis von Glyphosat im Urin, der von einem unabhängigen Institut bei dem Frau Prof Krüger mittelbar und unmittelbar beteiligt war bzw. ist, sind die Aussagen von Frau Prof. Krüger besonders bemerkenswert, dass sie nicht wisse, ob die gefundenen geringen Konzentrationen Auswirkungen auf die Gesundheit hätten.
Anbei auch ein Offener Brief von meinem Kollegen Dr. Ehlermann zu einem Schreiben von Experten an die EU-Kommission in Sachen „Glyphosat“ (Schreiben angehängt)
Nicht unbedingt Glyphosat aber passend dazu der Kommentar von Udo Pollmer: „Die Rache der Natur“
Willkommenskultur für Giftpflanzen: Vor der Zeit der modernen Landwirtschaft war die Gesundheit der Menschen durch Ackerunkräuter gefährdet. Neben den genannten Nachtschattengewächsen forderten vor allem die Kornrade, der Taumellolch oder die Osterluzei unter Mensch und Nutzvieh ihre Opfer. Die Kornrade, im Mittelalter auch Höllenkorn genannt, enthält Sapotoxine, die Lepra begünstigen – die Krankheit verschwand aus Mitteleuropa mit der Getreidereinigung. Der Taumellolch auch Schwindelhafer genannt, löste vor allem Nervenschäden aus, die Osterluzei war für Nierenversagen und Krebs verantwortlich
Mit einem generellen Verzicht auf Herbizide kommen beinahe ausgerottete Giftkräuter als geschützte Pflanzen wieder auf unseren Speisezettel. Die Vorhut bildeten vor einigen Jahren die Lebergiftigen Greiskräuter mit ihren ebenfalls hochtoxischen Pyrrolizidinen, aktuell kommen die Nachtschattengewächse zum Zug. Weil moderne Technik unsere Lebensmittel sicherer gemacht hat, ging das Gefühl dafür verloren, dass eine natürliche Landwirtschaft wie früher üblich auch zum frühen natürlichen Tod führen kann.
Kniel 8., Pollmer U. (2016): Natürliche pflanzliche Giftstoffe: Tropan-Alkaloide. Backwaren aktuell 1,/2016,2-8 (pdf-file vorhanden)
Vielleicht nicht für alle leicht zugänglich: Opinion of the French Agency for Food: Environmental and Occupational Health & Safety on the carcinogenic nature of glyphosate for humans
https://www.anses.fr/en/content/ansess-opinion-carcinogenic-nature-glyphosate-humans
Der WGG hat eine umfassende Sammlung von Literatur, Stellungnahmen usw. zu Glyphosat. Falls Sie etwas benötigen, fragen Sie nach. Wir haben es oder können es beschaffen!
Neue Technologien
Am 02.03. 2016 fand in Brüssel die Veranstaltung der Grünen zu den neuen Züchtungstechnologien statt. Einen großen Widerhall hat sie offensichtlich in der Presse nicht gefunden. Aber von Seiten SDG SANCO kam die Aussage zur EU-Stellungnahme:
- Das Papier ist noch nicht fertig. Die Kommission sammelt die Eingaben / Statements der Gruppen. Eine formale Konsultation ist jedoch nicht vorgesehen. Das Papier wird bis Ende des Jahres fertig gestellt, (nicht wie angekündigt noch im Märt 2021
- Vor einer formalen Annahme des Papiers durch die Kommission wird es einer Gruppe von Experten vorgestellt. Die Zusammensetzung der Expertengruppe ist noch nicht klar aber es wird eine gemischte Gruppe aller Beteiligten sein. Die Expertengruppe wird nur über den Inhalt des Papers unterrichtet.
- Das Paper / die Stellungnahme der EU-Kommission wird eine Interpretation der gegenwärtigen Gesetzeslage wiedergeben. Die endgültige Interpretation wird allerdings beim EuGH liegen.
Rechtzeitig zu der Veranstaltung der Grünen im EU-Parlament (02.03.2016) hat Then seinen Beitrag zur Patentierung und der Gefahren neuer Techniken herausgebracht. Seine Auslassungen zu den Risiken bringen nichts Neues, sondern zählen – wie gehabt – mögliche Gefährdungspotentiale auf. Daher müssen die neuen Technologien genau wie klassische Gentechnik in Blick des Vorsorgeprinzips geregelt werden. (pdf vorhanden)
http://www.testbiotech.org/sites/default/files/Gene%20editing_plants%20and%20animals_agriculture.pdf
Statement ebenfalls zu den neuen Techniken: AFBV- A proposal for the clarification of regulatory status of NPBTs (New plant breeding Techniques) (pdf angehängt)
Der ►vollständige Text kann hier eingesehen werden.
Aus organisatorischen Gründen erfolgte keine Einstellung der SENews in die WGG-Webseite (www.wgg-ev.de) oder dort eine Speicherung als pdf-file. Diese erfolgte erst Jahre später. Heute können die SENews sowohl über die WGG-Webseite (www.wggev.de) als auch die bgf-Webseite (https://www.biotech-gm-food.com/sunday-evening-news-weekly-review-genetic-engineering-new-genomic-techniques-genome-editing) abgerufen werden. Auf der bgf-Webseite Webseite sind alle SENews ab 2023 noch im Archiv (https://www.biotech-gm-food.com/sunday-evening-news/archive) einsehbar. Alle SENews sind jedoch gespeichert und einzelne SENews können über die WGG-Zentrale (zentrale@w gg-ev.de) angefordert werden.
2016 umfasste der Verteiler lediglich 53 Adressen aus Deutschland. Mit der Einstellung der SENews ins Internet wurden sie auch der Öffentlichkeit zugänglich und fanden Beachtung. Mehr und mehr Anfragen zur Aufnahme in den Verteiler gingen ein und heute umfasst er nahezu 800 Adressanten weltweit. Damals gab es nur zwei Verteilerblöcke, heute sind es 12. Mit der Namensänderung des WGG und des vergrößerten Verteilers haben sich die Themen leicht verschoben und der Umfang der SENews erweitert.
Mit Etablierung der SENews wurde auch die Webseite „Presseschau“ eingerichtet. Diese beinhaltet tagesaktuell Presse- und Medienberichte rund um die Thematik Gentechnik und Neue Genomische Technik (NGT).
► Presse- und Medienberichte tagesaktuell
► Archiv der Presse- und Medienberichte ab Januar 2022
01.03.2026
