AKTUELLES
Aktuelles vom WGG sowie zu den Themen Genomeditierung, Genome Editing, neue genomische Techniken (NGT) und Gentechnik im Agrar-und Lebensmittelbereich
„Was immer du tun kannst oder träumst, es zu können, fang damit an! Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.“
(Johann Wolfgang von Goethe).
Presse- und Medienberichte
Nichts ist aktueller als die aktuellen Presse- und Medienberichte zu den obengenannten Themen.
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Sunday Evening News (SENews)
Rückblick auf die Woche mit Tagungen, ausgewählten Berichten, Pressemeldungen und Literatur
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Aktuell
28.01.2026
Beratung und Abstimmung über den NGT-Kompromissvorschlag im ENVI-Ausschuss der EU-Parlaments
Die Mitglieder des ENVI-Ausschusses haben dem NGT-Kompromissvorschlag mit großer Mehrheit (59 Ja-Stimmen, 24-Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen) zugestimmt.
Committee on the Environment, Climate and Food Safety – Plants obtained by certain new genomic techniques and their food and feed, and amending Regulation (EU) 2017/625 (2023/0226(COD)) – ► Vote on the provisionalagreement resulting from interinstitutional negotiations – Rapporteur: Jessica POLFJÄRD (EPP)
27.01.2026
22.01.2026
01.01.2026
► Komitologieverfahren GVO – Berufungsverfahren – Zulassung von gv-Pflanzen
► Australien lässt die „Purple Tomate“ zum Anbau und freien Verkehr zu
Zypern hat die EU-Ratspräsidentschaft turnusmäßig übernommen.
Unter der zyprischen Ratspräsidentschaft wird sicherlich das Trilogverfahren zu Anwendungen der neuen genomischen Techniken beendet werden. Direkt wird die Ratspräsidentschaft nicht mehr in das Verfahren eingreifen,
Neu:
Der lange Weg vom Kommissionsvorschlag bis zu einer Verordnung zur Regulierung von Pflanzen aus den neuen genomischen Techniken (NGT)
Was ist?
In vielen Kommentaren und Pressemeldungen wird die Annahme des NGT-Kompromissverschlags aus dem Trilogverfahren bereits als die rechtskräftige Verordnung zur Regulation der neuen genomischen Techniken bei Pflanzen dargestellt. Dies ist jedoch nicht der Fall; es ist weiterhin ein Vorschlag wie eine Regulation aussehen könnte!
Wie geht es weiter?
Der Kompromissvorschlag unterliegt nun einer sprachlichen Überprüfung und der Vereinbarkeit mit den entsprechenden einschlägigen europäischen Gesetzen. Anschließend muss der Rat noch sein Votum über Vorschlag abgeben. Bei einem positiven Votum geht der Gesetzesvorschlag in die abschließenden Abstimmungen im ENVI-Ausschuss und im Plenum des EU-Parlaments (April/Mai). Mit dem Abschluss des Verfahrens und der Verkündung des Gesetzes (der Verordnung) könnte dann Ende Mai 2026 gerechnet werden.
► Sitzung ENVI-Ausschuss des EU-Parlaments – Diskussion zum NGT-Kompromissvorschlag und Abstimmung
Die Mitglieder des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI-Ausschuss) des Europäischen Parlaments haben am 28 Januar 2026 mit großer Mehrheit (59 Ja-Stimmen, 24 Nein-Stimmen, 2 Enthaltung) dem im Trilogverfahren erzielten Kompromiss (NGT-Kompromissvorschlag*) zur Regulierung von Anwendungen der neuen genomischen Techniken bei Pflanzen zugestimmt.
* ► NGT-Kompromissvorschlag aus Triologverfahren: Abgestimmter Text zwischen den Vertretern aus dem Rat, EU-Parlament und der EU-Kommission
► WGG: Der ENVI-Ausschuss stimmt dem NGT-Kompromissvorschlag zu – ein weiterer Schritt für eine Gesetzgebung zur Regulation neuer genomischer Techniken
► Offener Brief der Vereine AFBV, FGV, GfPB und WGG an die Mitglieder des ENVI-Ausschusses (Schreiben in Deutsch, 12.01.2025)
► Sitzung von COREPER 1 – Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten (AStV) – Diskussionen zum NGT-Kompromissvorschlag und Abstimmung.
Der NGT-Kompromissvorschlag wurde am 19.12.2025 im AStV knapp, aber mit qualifizierter Mehrheit angenommen. Bislang unbekannt ist, ob redaktionelle oder rechtliche Anmerkungen zu dem Kompromissvorschlag gemacht wurden. Eine weitere Hürde hin zu einer Verordnung wurde genommen. Der Vorschlag wird nun dem Umweltausschuss (ENVI) des EU-Parlaments vorgelegt und für den 28./29.Januar 2026 ist eine Abstimmung vorgesehen.
AFBV,FGV, GfPB, WGG
► Offener Brief an COREPER I – Ausschuss der Ständigen Vertreter: Kompromissvorschlag für eine Verordnung zu den Neuen Genomischen Techniken bei Pflanzen (NGT)
► Open Letter to Coreper I – Deputy Permanent Representatives: Regarding the Commission’s Proposed Regulation of New Genomic Techniques (NGT)
Die Repräsentanten Parlaments und des Rates einigen sich auf einen Kompromissvorschlag zur Regulierung von Anwendungen der NGTs bei Pflanzen
► 04. Dezember 2025 die Pressemeldung: Neue genomische Techniken: Rat und Parlament erzielen Einigung für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Lebensmittelsysteme
► Der Kompromissvorschlag im Wortlaut vom 11.12.2025: Proposal for a Regulation of the European Parliament of the Council on plants obtained by certain new genomic techniques and their food and feed, and amending Regulation (EU) 2017/625 – Analysis of the final compromise text with a view to agreement
Diese Einigung im Trilog auf einen Kompromissvorschlag ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer Verordnung. Der Vorschlag muss aber noch vom Rat und dem Parlament angenommen werden, bevor er in eine Verordnung umgesetzt werden kann.
Die nächste Diskussionsrunde und Abstimmung über den Kompromissvorschlag ist im AStV (COREPER 1) für den 16.12.20025 vorgesehen.
► WGG-Stellungnahme zur Einigung im Trilog-Verfahren zur Regulierung der Neuen Genomischen Techniken (NGT) in der Europäischen Union
Trilog-Verhandlungen zur Regulierung von Pflanzen aus neuen genomischen Techniken unter dänischer Ratspräsidentschaft wieder aufgenommen!
Unter der dänischen Ratspräsidentschaft wurden die Gespräche zu den strittigen Punkten wieder aufgenommen. Die Verhandlungen zwischen den Repräsentanten von Parlament, Rat und Kommission wurden weitgehend geheim geführt. Erzielte Zwischenergebnisse blieben bis zum 04. Dezember intern.
Trilog-Verhandlungen zur Regulierung von Pflanzen aus neuen genomischen Techniken vor dem Aus?
Nach langen und intensiven Verhandlungen konnten die Verhandlungspartner vom EU-Parlament, dem Rat der EU und der EU-Kommission zu den nachfolgenden Punkten keinen Kompromiss/Konsens finden:
- Kriterien zur Einstufung von NGT-1-Pflanzen und Nachhaltigkeitsmerkmale von NGT-1-Pflanzen
- Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von NGT-1-Pflanzen und deren Produkte entlang der Kette
- Opt-out-Möglichkeiten bei NGT-2-Pflanzen
- Patente bei NGT-Pflanzen
Die Vertreter aus dem EU-Parlament erklärten die Verhandlungen als vorläufig gescheitert und das für den 30.Juli 2025 vorgesehene letztes Treffen wurde abgesagt. Der Trilog konnte somit unter der polnischen Ratspräsidentschaft nicht abgeschlossen werden.
Bleibt zu hoffen, dass die Verhandlungspartner ihre Gespräche bald wieder aufnehmen und akzeptable Kompromisse finden, damit unter der dänischen EU-Ratspräsidentschaft der Trilog bis zum Jahresende abgeschlossen werden kann.
02.07.2025
► AFBV-WGG: Gemeinsame Stellungnahme zum Trilog-Verfahren und den neuen genomischen Techniken
04. Juli 2025
► Reaktion von Inf´OGM: „Die Wissenschaftslobby beteiligt sich am Trilog der Deregulierung von GVO/NTG“
05.08.2025
► Antwort von AFBV und WGG auf den Inf´OGM Artikel vom 05.08.2025
23.08.2025
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Der Weg zum Trilog-Verfahren
► Die politischen Debatten im EU-Parlament und im Rat der Europäischen Union sind abgeschlossen. Beide Gremien haben jeweils ihren gemeinsamen Standpunkt gefunden. Das EU-Parlament hat ihn am 07.02.2024 gefunden und am 24.04.2024 in 1. Lesung bestätigt. Der Rat hat den polnischen NGT-Vorschlag mit qualifizierter Mehrheit am 14.03. 2025 angenommen. Das Trilog-Verfahren kann nun beginnen. Beginn der Verhandlungen zwischen Rat-Parlament-Kommission sind für Ende April 2025 vorgesehen. Über den Fortgang der Verhandlungen wird laufend informiert.
► WGG-Statements zu den NGT-Vorschlägen der Ratspräsidentschaften
AFBV-WGG: Unter polnischer Präsidentschaft hat der Rat der Europäischen Union den Vorschlag für eine Verordnung über Neue Genomische Techniken (NGT) mit qualifizierter Mehrheit angenommen
Bereich Gentechnik / Anwendungen, die nicht unter die neuen genomischen Techniken fallen
Freisetzungen von gv-Pflanzen für Forschungszwecke
► Freilandversuche 2025 mit gentechnisch veränderten und genomeditierten Pflanzen in Europa
► Feldlandversuche 2025 in der EU
Zulassungsverfahren von gentechnisch veränderten Pflanzenin der EU
1. EFSA Sicherheitsbewertungen – Risikobewertung
Bislang wurde noch keine Pflanze , die den Kriterien einer NGT-Pflanze entsprechen, bewertet.
Sicherheitsbewertungen 2025
Die EFSA hat 2025 für 22 gv-Pflanzen die Sicherheitsbewertungen abgeschlossen. Für 18 gv-Pflanzen wurden die Stellungnahmen 2025 veröffentlicht (5 Baumwolle, 7 Mais, 2 Raps, 3 Sojabohne, 1 Zuckerrübe 1). Für 4 Sojabohnenvaritäten stehen die Veröffentlichungen noch aus.
2. Komitologieverfahren – Risikomanagement
Komitologieverfahren 1. Halbjahr 2026
Am 27. 01.2026 hat der Berufungsausschuss über die Erneuerung der Zulassung der gv-Pflanzen GHB614 x LLCotton25, T304-40, T25 sowie der Neuzulassung der Sojabohne DBN-09004-6 beraten und abgestimmt. Die Mitgliedsstaaten haben sich zu keiner Entscheidung durchringen können. Sie überlassen Entscheidung zur Genehmigung der Zulassung zum Import als Lebens- und Futtermittel der Kommission.
3. Zulassungen von gv-Pflanzen
Zulassungen von gv-Pflanzen zum Import als Lebens- und Futtermittel in der EU
Zugelassen sind nur Pflanzenvarietäten von Baumwolle, Mais, Raps, Sojabohnen und Zuckerrüben.
Eine Übersicht zu den Zulassungen der letzten 10 Jahre finden Sie ► hier.
Zulassungen von gv-Pflanzen 2025
► Die EU-Kommission hat sechs (6) gv-Pflanzen (Mais (5), Sojabohne (1) neu zugelassen und für drei gv-Pflanzen (Mais , Raps und Sojabohne) die Zulassungen erneuert. Die Zulassungen gelten jeweils für 10 Jahre. Ein kommerzieller Anbau ist explizit ausgeschlossen.
Insgesamt sind 87 gv-Pflanzen zum Import als Lebens- und Futtermittel in der EU zugelassen.
26.12.2025
Zahl der in der EU zum Import als Lebens- und Futtermittel zugelassen gv-Pflanzen
Zulassungen von gv-Pflanzen im Zeitraum 2015 -2025
Lebensmittelenzyme
Alles zu Lebensmittelenzymen finden Sie unter https://www.biotech-enzymes.com/
Die Problematik von r-DNA in Fermentationspropdukten ist immer noch latent. Unklar ist, ob die Kommission hier eine Regulierung anstrebt. Auf der bgf-Enzymwebseite ist ► eine Zusammenstellung von Informationen dazu eingestellt.
Sowa, S., Broothaerts, W., Burns, M., De Loose, M., Debode, F. et al. (2025): Detection of microorganisms, obtained by new genomic techniques, in food and feed products. | https://data.europa.eu/doi/10.2760/1846532
https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC143597
EFSA-Sicherheitsbewertungen 2025
2025 hat das FEZ-Panel 98 Lebensmittelenzyme sicherheitsbewertet und bis zum 30.12.2025 wurden für 86 Lebensmittelenzyme die entsprechenden Stellungnahmen veröffentlicht. 44 Stellungnahmen beziehen sich auf Enzyme aus konventionellen Organismen und 42 auf Enzyme, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen wurden.
► Lebensmittelenzyme 2025 sicherheitsbewertet – Stellungnahmen veröffentlicht
Bis Ende 2025 wurden insgesamt ► 402 Lebensmittelenzyme sicherheitsbewertet. Von diesen Lebensmittelenzymen wurden ► 203 mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen. Da die Produkte den lebenden Produktionsorganismus nicht mehr enthalten, musste keine Sicherheitsbewertung nach der Freisetzungsrichtlinie 2001/18 EG oder der Verordnung EG 1829/2003 durchgeführt werden.
Die ► Stichtagsliste enthält nur noch 19 Lebensmittelenzyme. 15 davon sind bereits im Bewertungsverfahren. Die Sicherheitsbewertungen aller Enzyme aus dieser Liste sollten 2026 angeschlossen werden können. Nach Abschluss der Sicherheitsbewertungen könnte dann 2027 die „Union-List“ erstellt und veröffentlicht werden.
Anzahl der Sicherheitsbewertungen in den einzelnen Jahren
Bemerkenswert und zum Nachdenken in der heutigen Zeit, in der viele Lebensmittel als „frei von…..“ oder „ohne ….“ ausgelobt werden
1 Million Pfund Prämie bereits 2010 für das erste chemiefreie Produkt Großbritanniens ausgesetzt.
Die Royal Society of Chemistry (RSC) hat eine Belohnung von 1 Million Pfund für die erste Person ausgesetzt, die das Unmögliche schafft: ein Produkt zu entwickeln, das nach Ansicht der RSC zu 100 % chemikalienfrei ist.
https://www.rsc.org/news-events/articles/2010/02-february/chemical-free/?
Bis heute wurde allerdings die Prämie noch nicht eingelöst
